Sparkasse Westmünsterland  

Digitalisierung – Gefahr oder Chance für den Handel? Prof. Timm Homann (Ernstings´s family) beim Unternehmerfrühstück in Dülmen

von Robert Klein am in AllgemeinKommentieren

Das Interesse am diesjährigen Unternehmerfrühstück, zu dem die Stadt Dülmen gemeinsam mit der Sparkasse Westmünsterland eingeladen hatte, war wieder sehr groß. Rund 150 Unternehmerinnen und Unternehmer hatten sich am Mittwoch, 4. Oktober im Foyer des Cinema Dülmen eingefunden. Grund dafür war nicht nur das brandaktuelle Thema ‚Digitalisierung im Handel‘ sondern auch die im Anschluss an Frühstück und Vorträge angekündigte Führung durch den Rohbau des künftigen Stadtquartiers Overbergplatz.

 

Zukunftsthema Digitalisierung

Bürgermeisterin Lisa Stremlau und Norbert Hypki, Vorstandsmitglied der Sparkasse Westmünsterland begrüßten die Gäste im Foyer des Kinos. „Das Unternehmerfrühstück ist ein Erfolgsmodell geworden,“ lobte die Bürgermeisterin. Ihr Dank ging an Karl Hövel, den Hausherrn des Cinema, und den diesjährigen Sponsor Sparkasse Westmünsterland.

„Digitalisierung ist neben Bildung und Klimaschutz eines der ganz großen Zukunftsthemen“, betonte Stremlau. Daher würde der Glasfaserausbau in Dülmen mit großen Schritten voran gehen.

Auch Norbert Hypki, Vorstandmitglied der Sparkasse Westmünsterland, hob die Wichtigkeit eines technischen Fortschritts hervor. „Komplexes wird weiterhin persönlich beraten, Einfaches kann der Kunde digital erledigen“, erklärte Hypki. Bei aller Technik bleibe das Wichtigste immer noch analog: der Mitarbeiter.

 

„Was Sie hier haben ist Gold wert!“

Einen umfassenden Einblick in die Thematik der Digitalisierung gab Professor Dr. Timm Homann, CEO der Ernsting’s Family-Unternehmensgruppe, mit seinem Gastvortrag. Ernsting’s Family hat als – zur Zeit führendes Textilunternehmen in Deutschland – seinen zentralen Firmensitz in Coesfeld-Lette. Gut 1,1 Milliarden Euro Umsatz macht das Unternehmen, welches noch zu 100 Prozent in Familienhand ist.

Ernsting’s setze auf das sogenannte Cross-Channel-Prinzip. Der Kunde soll über alle, zur Zeit möglichen, Kanäle Leistung bekommen. Ob in einer der 1800 Filialen, vor dem heimatlichem Rechner, am Telefon oder mit seinem Smartphone – Umtausch, Beratung und Kauf findet dort statt, wo der Kunde es wünscht. Dies sei eine hohe Herausforderung an die IT-Systeme, Warenwirtschaft und Mitarbeiterkoordination.

Der örtliche Einzelhandel habe mit einer stetig wachsenden Konkurrenz im Internet zu kämpfen. In den letzten zehn Jahren sind rund 20 Prozent weniger Menschen in den Innenstädten unterwegs, gekauft wird online. Serviceleistungen, Öffnungszeiten, Rahmenbedingungen in den Städten müssten sich den neuen Anforderungen anpassen.

„Die Welt da draußen verändert sich, was aus unternehmerischer Sicht eine Riesenchance darstellt“, fasste Homann seine Thesen zusammen. Und diese technologische Entwicklung sei so rasant, dass spätestens die nächste Generation – mit einem gänzlich anderen Medien-Selbstverständnis – die Wettbewerbslandschaft komplett verändern wird. Homann verglich die Digitalisierung mit einer Ketchup-Flasche: „Sie hauen hinten drauf und auf einmal ist der Teller voll.“ Doch sicher ist auch, dass nichts sicher ist. Amazon kauft kleine Buchläden in den USA, Primark stellt den Online-Handel ein und Einkaufen als Event gewinnt an Stellenwert. Jedes Unternehmen müsse seinen Weg finden. Homann betonte jedoch wie wichtig es sei, dass Unternehmer und Kommune an einem Strang ziehen. „Was Sie hier haben, ist Gold wert“, unterstrich Homann.

 

Baustellenbesichtigung

Abschließend berichtete Sascha Küchler, Leiter der Objektüberwachung von der ATP Frankfurt Planungs GmbH, über den aktuellen Stand der Baustelle ‚Stadtquartier Overbergplatz‘ und lud Interessierte zu einer Baustellenführung ein.

 

 

Freuen sich über das erfolgreiche Unternehmerfrühstück (v.l.n.r.): Heinrich-Georg Krumme (Sparkassen-Vorstandsvorsitzender), Bürgermeisterin Lisa Stremlau, Prof. Dr. Timm Homann (CEO Ernsting’s Family) und Norbert Hypki (Vorstandmitglied Sparkasse Westmünsterland).

 

 

 

 

(Presseinformation der Stadt Dülmen)

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