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Geschichte der Kapellengemeinde Stadtlohn-Büren

eingestellt von Verena Rösler am 7. Oktober 2018

Stadtlohn. Die Kapellengemeinde St. Karl Borromäus in Stadtlohn-Büren hat im Oktober 2014 ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Dies war der Anstoß, die Geschichte dieser Kirche und der Kirchengemeinde sowie ihre Entwicklung genauer zu erforschen und zu dokumentieren. Eine Arbeitsgruppe startete gemeinsam mit Ulrich Söbbing, dem Stadtarchivar, die historische Sammlung. „Wir haben auch die Bürgerinnen und Bürger besucht und so Fotos, Dokumente, Aufzeichnungen und Anekdoten zusammentragen können“, berichtet Josef Schülting. Er gehört mit Josef Willemsen, Heinrich Watermann, Konrad Robert und Otger Schülting zur Arbeitsgemeinschaft. Das gesammelte Wissen wurde nun zu einem Buch gebündelt. Am kommenden Sonntag (07.10.) kann es nach der Messe für 20 Euro erworben werden. „Wir freuen uns, dass die Sparkassenstiftung für Stadtlohn unsere Idee von Beginn an unterstützt hat“, so Josef Schülting und bedankte dich auch bei den weiteren zahlreichen Sponsoren.

 

„Es ist ein beachtenswertes Ergebnis vieler Gespräche und Recherchen, großer Mühen und ein Zeugnis von großem Engagement. Es zeigt aber auch, dass es in unserer schnelllebigen Zeit wichtig ist, auf die Wurzeln zu schauen, die Entwicklung eines Ortsteils darzustellen und Heimatgeschichte zu dokumentieren“, sagt Bürgermeister und Kuratoriumsvorsitzender Helmut Könning bei der Buchvorstellung. Klaus Stachowski, Sparkassen-Regionaldirektor pflichtet ihm bei: „Ohne Wurzeln, gibt es keine Zukunft.“

 

 

Zur Geschichte:

Das hochwertige Buch hat 280 Seiten. Hier wird die Geschichte der Kapellengemeinde gebündelt.

Das hochwertige Buch hat 280 Seiten. Hier wird die Geschichte der Kapellengemeinde gebündelt.

Im Jahre 1905 wurde an der Grenze der Gemeinden Almsick und Estern-Büren eine einklassige Schule errichtet, die mit einem angebauten Chor auch für Gottesdienste genutzt werden konnte. Der zunächst noch provisorischen Kapelle im Osten der Stadtlohner Pfarrei St. Otger wurde die umliegende Bevölkerung als Kirchengemeinde zugewiesen. Die Menschen der Region waren zuvor auf die Ortschaften Stadtlohn, Gescher und Legden ausgerichtet gewesen, mussten jedoch für den Kirch- und Schulbesuch bei schlechten Wegeverhältnissen viele beschwerliche Kilometer zurückzulegen. 1914 wurde die provisorische Kapelle durch einen Kirchenneubau ersetzt, bei dem man wesentliche Bauteile der zuvor in Münster abgebrochenen Kapelle des bischöflichen Priesterseminars „Collegium Borromaeum“ wiederverwendete. Zusätzlich wurde das alte Patrozinium übernommen. In kurzer Zeit entwickelte sich rund um die Kirche St. Karl Borromäus ein kleiner Siedlungsschwerpunkt, der unter der Bezeichnung „Büren“ als Stadtlohner Ortsteil eine eigene Identität gewann. Eine zunächst geplante Abpfarrung von der Mutterpfarrei St. Otger in Stadtlohn unterblieb jedoch, so dass es stets beim Status einer Rektorats- oder Filialgemeinde blieb.

 

Nachdem die Geschichte der kirchlichen Gemeinschaft bisher nur in Vereinsfestschriften oder Kurzbeiträgen dargestellt wurde, soll jetzt versucht werden, die Entstehungsgeschichte umfassender wiederzugeben, denn sie weist einige Besonderheiten auf. Anfang des 20. Jahrhunderts kam es in den Ballungszentren der Industrie und in den schnell wachsenden Städten zu zahlreichen Kirchengründungen. Die Gründung einer Kirchengemeinde für eine relativ dünn besiedelte Region war dagegen eher ungewöhnlich. Sie kam nur zustande durch das Engagement einzelner Persönlichkeiten und die Opferbereitschaft der ansässigen Bevölkerung.