Rauf auf die Rollen: Neue Skateanlage am Bahnweg fertiggestellt
Die neue Skateanlage am Bahnweg in Coesfeld ist fertiggestellt. Nach der technischen Abnahme konnte die rund 600 Quadratmeter große „Street-Flow-Skateanlage“ vor wenigen Tagen für die Öffentlichkeit freigegeben werden. Mit verschiedenen Rampen, Stufen und Mauern sowie Elementen wie Wave, Volcano und Rooftop bietet sie künftig beste Bedingungen für Anfänger:innen ebenso wie für erfahrene Skater:innen.
Besonders erfreulich: Die Stadt Coesfeld konnte für das Projekt eine umfangreiche Förderung über LEADER Baumberge einwerben. Das bedeutet, im Rahmen des “Nationalen Strategieplans für Deutschland 2023 – 2027“ stellt das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen mit Mitteln aus der Europäischen Union 250.000 Euro Fördermittel bereit. Bei voraussichtlichen Gesamtkosten von rund 490.000 Euro verbleibt damit ein städtischer Baukostenanteil von 240.000 Euro.
„Die Förderung durch LEADER Baumberge ist ein großer Gewinn für Coesfeld. Sie ermöglicht uns, eine zeitgemäße und attraktive Anlage zu realisieren und gleichzeitig den städtischen Eigenanteil deutlich zu reduzieren“, sagt Bürgermeisterin Eliza Diekmann-Cloppenburg. „Das Projekt zeigt zugleich, welchen regionalen Mehrwert eine moderne Freizeitinfrastruktur schaffen kann.“
Inmitten der neuen Street-Flow-Skateanlage erfüllt sich mit der neuen Miniramp ein Herzenswunsch vieler jugendlicher Skatefans, der so eigentlich nicht mit eingeplant gewesen war und nun nur durch die große Unterstützung verschiedener Sponsoren und Spenden doch noch verwirklicht werden konnte. Auch die Sparkassenstiftung für den Kreis Coesfeld hat das Projekt unterstützt. Der Neubau war dringend notwendig. Die bisherige Anlage war 2008 mit Geräten eingerichtet worden, die ursprünglich aus den 1990er-Jahren stammten. Nach rund 30 Jahren Nutzungszeit entsprachen die Edelstahlkonstruktionen weder den heutigen Anforderungen an Sicherheit und Gestaltung noch dem modernen Verständnis von Skateanlagen. Insbesondere bei sommerlichen Temperaturen konnten sich die Metallflächen stark erhitzen.
Bei der Planung der neuen Anlage wurde deshalb von Beginn an auf die Beteiligung der Jugendlichen gesetzt. Im Rahmen des „Kleinstadtkartells“ hatten junge Menschen die Erneuerung des Skateparks als einen ihrer wichtigsten Wünsche benannt.
Schnell war klar, dass die Kids sich unbedingt auch eine Miniramp wünschten. Damit brachten sie eine Idee auf den Weg, die jetzt Wirklichkeit wird.
Michael Walter vom Jugendhaus Stellwerk sagt: „Die Jugendlichen blieben während der gesamten weiteren Planungszeit und Umsetzung des Skateparks am Start, brachten ihre Ideen und Wünsche ein und standen immer wieder im Austausch mit dem Jugendhaus. So wurde aus ihrem Wunsch Schritt für Schritt ein konkretes Projekt.“
In mehreren Beteiligungsveranstaltungen entwickelten Jugendliche gemeinsam mit dem auf Skateanlagen spezialisierten Planungsbüro DSGN Concepts aus Münster Ideen für die neue Anlage. Auch die ersten Entwürfe wurden anschließend mit der interessierten Skate-Community diskutiert und weiterentwickelt.
„Dass wir von Anfang an mitreden konnten, war uns sehr wichtig“, sagt ein junger Skater aus Coesfeld. „Diese Anlage ist nicht im Ansatz mit der alten zu vergleichen. Wir sind sehr glücklich, dass wir mitentscheiden durften und jetzt eine der modernsten und attraktivsten Skateanlagen im Münsterland haben.“
Auch über die Stadtgrenzen hinaus sorgt die neue Anlage bereits für Aufmerksamkeit: „Skater aus der Umgebung schauen schon sehr interessiert nach Coesfeld“, ergänzt ein weiterer Jugendlicher.
Eine Besonderheit, die vor allem dem Jugendhilfeausschuss wichtig war, ist die zusätzliche Sportbeleuchtung. Sie soll für mehr Sicherheit und Komfort sorgen und kann bei Dämmerung und Dunkelheit bedarfsgerecht von den Skater:innen angefordert werden, was die nutzbaren Zeiten besonders in Herbst und Winter deutlich verlängert. Damit ist eine flexible und zugleich energieeffiziente Nutzung möglich.
„Die neue Skateanlage ist ein gelungenes Beispiel dafür, was entsteht, wenn Jugendliche ihre Ideen einbringen und Politik, Verwaltung und Fördergeber diese Ideen gemeinsam umsetzen“, betont Sabine Wessels, Teamleiterin der Jugendförderung, die den Prozess von Anfang an begleitet hat. „Mein Dank gilt insbesondere den Jugendlichen für ihre engagierte Beteiligung sowie LEADER Baumberge, der Sparkassenstiftung, der Bürgerstiftung, der Bücking’schen Jugendstiftung und zahlreichen Einzelspendern für die großzügige Unterstützung. Durch die sehr gute Zusammenarbeit aller beteiligten Fachbereiche, dem Planungsbüro DSGN CONCEPTS sowie den Fachfirmen Landschaftsbau Kappelhoff und Anker-Rampen konnte das Projekt zum Erfolg geführt werden und ein neues Highlight für Coesfeld entstehen.“
Die ersten Runden sind schon gedreht – und so freuen sich die Kinder und Jugendlichen, die die Planung und die Bauarbeiten eifrig mitverfolgt hatten, jetzt auf die Herbstferien, um die neue Anlage ausgiebig auszuprobieren. Im Frühjahr soll es dann ein erstes großes Skate-Event auf der neuen Skateanlage geben.
• Skatepark am Bahnweg: Nutzung für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 8 Jahren, täglich offen von 8 bis 22 Uhr.

Großer Bahnhof für die neue Skateanlage: Am Freitag trafen sich alle Beteiligten am neugestalteten Skatepark am Bahnweg. Foto: © Stadt Coesfeld (bearbeitet mit KI)
Zum Thema: Ein Herzenswunsch vieler Skate-Kids wird wahr: Gemeinschaftsprojekt ermöglicht Miniramp im Skatepark
Eigentlich stand sie nicht in den Plänen für den neuen Street-Flow-Skatepark: Die Miniramp, die nun als zusätzliches Gemeinschaftsprojekt zeitgleich mit der übrigen Street-Flow-Skateanlage realisiert werden konnte.
Möglich wurde der Bau der Miniramp durch die großzügige Unterstützung verschiedener Einrichtungen: Die Sparkassenstiftung für den Kreis Coesfeld und die Bürgerstiftung Coesfeld beteiligten sich mit jeweils 5.000 Euro, die Bücking’sche Jugendstiftung steuerte 6.000 Euro bei. Hinzu kamen weitere Spenden über eine Spendenplattform und die Erlöse aus Skateevents. Für die Stadt Coesfeld blieb damit ein Eigenanteil von 10.000 Euro. „Ohne das Engagement und die Unterstützung der Stiftungen und zusätzlichen Spendengelder hätte die Miniramp nicht gebaut werden können“ betont Michael Walter.
Das sagen die Sponsor:innen der Miniramp:
„Die Förderung der Miniramp in der neuen Street-Flow-Skateanlage war für uns eine Herzensangelegenheit, um damit einen besonderen Wunsch vieler Kinder und Jugendlicher zu erfüllen. Die neue Skateanlage schafft einen attraktiven Ort für Bewegung, Begegnung und ein gemeinsames Miteinander. Wir freuen uns sehr, dass aus dem Engagement vieler Beteiligter ein solches Gemeinschaftsprojekt entstanden ist, das jungen Menschen in Coesfeld Raum gibt, aktiv zu sein, sich auszuprobieren und gemeinsam Spaß zu haben.“ (Ines Peirick, Geschäftsführerin Bürgerstiftung Coesfeld)
„Gerne haben wir den Impuls aus dem Jugendhaus Stellwerk aufgegriffen, da wir doch gut nachvollziehen konnten, dass die Miniramp eine sinnvolle Ergänzung der Skateanlage ist. Die Beschäftigungsmöglichkeiten für Jugendliche zu ermöglichen ist ein Teil des Stiftungssinns, deshalb haben wir ja auch schon das Parkourangebot unterstützt. Wir freuen uns, dass mit dem Beitrag der „Bücking´schen Jugendstiftung“ dieses Projekt realisiert werden konnte! Die Kinder- und Jugendarbeit in Coesfeld auf verschiedenen Ebenen zu fördern ist das Anliegen der Stiftung.“ (Thomas Bücking, Bücking’sche Jugendstiftung)
„Gerne hat die Sparkassenstiftung für den Kreis Coesfeld den Neubau der Miniramp an der Skateanlage unterstützt. Die vielen Nachfragen der Kinder und Jugendlichen zur Öffnung haben gezeigt, wie groß das Interesse ist. Wir freuen uns riesig, dass diese jetzt endlich genutzt werden kann“, so Ralf Gottheil, Regionalleiter der Sparkasse Westmünsterland.
Die Miniramp ist unabhängig vom restlichen Skatepark nutzbar und wird damit zu einem zusätzlichen Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Sie erweitert das sportliche Angebot und macht den neuen Skatepark noch attraktiver und vielseitiger.
Mit einer Höhe von knapp einem Meter und einer Breite von etwa sechs Metern bietet die Miniramp jede Menge Möglichkeiten – egal, ob mit Skateboard, Inline-Skates, Stunt Scooter oder BMX. Anfängerinnen und Anfänger können erste Tricks ausprobieren, Fortgeschrittene ihre Skills verbessern. Die hochwertige und langlebige Bauweise soll dafür sorgen, dass die Miniramp lange genutzt werden kann.




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