Wirtschaft im Westmünsterland: Stimmung hellt sich etwas auf

eingestellt von Maren Kampling am 6. März 2026 um 12:12 Uhr | Kategorie: Allgemein

Die Konjunktur im Westmünsterland kommt ganz allmählich aus dem Tief heraus. „Die Stimmung in der Wirtschaft hellt sich weiter auf: Das Konjunkturbarometer bewegt sich leicht aufwärts“, resümiert Norbert Hypki, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Westmünsterland. Mit 110 Punkten stehe es vier Punkte besser als noch im Herbst des letzten Jahres, bleibe allerdings nach wie vor unter dem Niveau früherer Umfragen.

Mittlerweile berichten 31 Prozent der knapp 80 antwortenden Betriebe über gute, knapp 21 Prozent über schlecht laufende Geschäfte. Knapp die Hälfte urteilt mit befriedigend. Gut jeder fünfte Betrieb erwartet eine baldige konjunkturelle Erholung, wogegen nur 13 Prozent mit einer weiteren Verschlechterung rechnen. Zwei Drittel der Betriebe erwarten auch in den nächsten Monaten nur eine gleichbleibende Entwicklung. Dass sich nach wie vor keine größere konjunkturelle Dynamik entfalten kann, liegt vor allem auch an weiterhin herausfordernden Rahmenbedingungen. Diese werden mit 59 Prozent deutlich höher gewichtet als im letzten Herbst (51 Prozent). Die Nachfrageschwäche im Inland ist nach wie vor das zentrale Konjunkturrisiko (65 Prozent), gefolgt von den hohen Arbeitskosten.

Der Export bleibt schwach und fällt als Wachstumstreiber aus – geo- und handelspolitische Verwerfungen belasten das Auslandsgeschäft. Neben den im internationalen Vergleich hohen Produktionskosten und einem starken Euro wurden die Exporte im letzten Jahr durch weitere Handelsbarrieren zusätzlich gedämpft. Vier von fünf Unternehmen gehen davon aus, dass die Entwicklung weiter stagniert.

Die Investitionen kommen nicht in Schwung. Der Saldo liegt mit plus vier Punkten auf einem ähnlichen Niveau wie bei der letzten Umfrage (plus fünf). Bei den Investitionszielen sind Ersatzbeschaffungen an erster Stelle. Erfreulich ist, dass Innovationen als Motiv jetzt deutlich in den Fokus gerückt sind (43 Prozent der Nennungen, nach 20 Prozent im letzten Herbst).

Die Unternehmen zeigen sich wieder etwas einstellungsbereiter. Gut jeder vierte Betrieb hat expansive Beschäftigungspläne, weitere 22 Prozent hingegen wollen Personal freistellen. Der Beschäftigungssaldo ist damit erstmals seit dem Frühjahr 2023 wieder in den positiven Bereich gedreht.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert




Enter Captcha Here :