Stabiles Sparkassengeschäft in 2025
- Sparkasse verdoppelt Fördermittel für die Region
- Künftig neues, digitales Angebot für Wertpapierhandel
- Investitionen in Auszubildende und Mitarbeitende
Die Sparkasse Westmünsterland blickt auf eine stabile Entwicklung im Jahr 2025. „In den zentralen Geschäftsfeldern mit Krediten, Einlagen und Wertpapieren sind wir weiter gewachsen“, sagt Vorstandsvorsitzender Norbert Hypki. Dabei gehe es um mehr als Geld: „Hinter den Zahlen stehen Investitionen, Wohnraum, zuverlässiger Zahlungsverkehr und Engagement für die Region.“
Die konjunkturelle Entwicklung war in den letzten Monaten verhalten. „In diesem Umfeld haben wir trotzdem rund 2 Mrd. Euro und damit deutlich mehr neue Kredite zugesagt als im Vorjahr – 8 Mio. Euro an jedem Arbeitstag“, so Heiko Hüntemann. Noch deutlicher fiel die Steigerung bei den neuen Fördermitteln aus, die sich fast verdoppelt haben.
Investitionen gerade bei größeren Mittelständlern
Im gewerblichen Kreditgeschäft schlug das erst im Mai aufgelegte Förderprogramm NRW.Invest.Zukunft gut an. Vornehmlich größere Mittelständler investieren in Modernisierung und Digitalisierung. Kleinere Unternehmen halten sich hier noch zurück. Das zeigt sich auch im aktuellen Konjunkturbarometer für das Westmünsterland, wonach die Investitionen insgesamt noch nicht in Schwung kommen.
Bedeutsam waren auch die Finanzierungsmittel für Investitionen in Erneuerbare Energien und Energieeffizienz. In entsprechende Projekte flossen über 300 Millionen Euro. „Allein mit dem produzierten Strom aus den in 2025 finanzierten Windkraftanlagen lassen sich rechnerisch alle 650.000 in unserem Geschäftsgebiet lebenden Menschen mit Strom versorgen“, sagt Heiko Hüntemann.
Baufinanzierungen über Vorjahresniveau
Auch bei der Schaffung von Wohnraum gibt es positive Signale. „Jeden Tag konnten gut zehn Familien oder Paare ihr neues Eigenheim mit unserer Finanzierung realisieren. Ein schönes Bild“, so Jürgen Büngeler. Die Neuzusagen liegen mit 760 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahresniveau. Der größte Teil des Neugeschäfts fällt auf die Finanzierung von Immobilienkäufen, die anschließend häufig saniert und modernisiert werden. Erheblichen Anteil an dieser Entwicklung hatte dabei die Sparkassen-Immobilien GmbH, die 400 Objekte und damit 65 mehr als im Vorjahr vermitteln konnte. Hinzu kommen 53 verkaufte Grundstücke aus dem Baugebiet „Südlich Lerchenhain“ in Nottuln, das die Sparkasse mit der Gemeinde Nottuln entwickelt hat.
In Summe wuchs der Gesamtbestand an Krediten zum Jahresende 2025 auf 9,2 Milliarden Euro (+ 6,1 %).
Regelmäßiges Wertpapiersparen im Trend
Bei der Geldanlage entwickelten sich die Einlagen bei privaten und gewerblichen Kunden positiv. Unter dem Strich wuchsen die Gesamteinlagen auf 8,5 Mrd. Euro.
Bei den Wertpapieranlagen fokussierten sich die Kunden auf Investmentfonds. „Rund 18.000 neue Wertpapiersparverträge haben wir eröffnet“, weist Jürgen Büngeler auf die Sinnhaftigkeit des regelmäßigen Sparens gerade auch für jüngere Kunden hin. „2025 haben die Einzahlungen unserer Kunden hierauf die 100-Millionen-Euro-Grenze überschritten.“
Für Kundinnen und Kunden, die digital, schnell und einfach mit Wertpapieren handeln möchten, hält die Sparkasse in Kürze ein neues Angebot bereit: „Mit S-Neo können diese digitalen Selbstentscheider dann in der App Sparkasse unkompliziert und kostengünstig Aktien und ETFs kaufen“, beschreibt Jürgen Büngeler die neue Alternative der Sparkasse zu Neo-Brokern.
Insgesamt sind im Jahr 2025 die Wertpapierdepots der Kunden auf 3,7 Milliarden Euro gestiegen.
Sparkasse investiert in Aus- und Weiterbildung
„Erfolgreich sind wir nur mit qualifizierten Mitarbeitenden und einer modernen Unternehmenskultur“, sagt Vorstandsvorsitzender Norbert Hypki, „in beides investieren wir, denn wir möchten mit Freude zu den Besten gehören.“
Dies beginnt bei den Jüngsten mit jährlich fast 50 neuen Auszubildenden. Neben der bankfachlichen Ausbildung lernen sie auch andere Bereiche kennen und kümmern sich beispielsweise mit viel Kreativität um Social Media-Inhalte rund um die Ausbildung. Von den Absolventen entscheiden sich fast alle, ihren beruflichen Weg mit der Sparkasse weiterzugehen. Drei Auszubildende des aktuellen Abschlussjahrgangs studieren bereits parallel an der Sparkassen-Hochschule und streben den Bachelor an.
Auch nach der Ausbildung unterstützt die Sparkasse bei der Weiterbildung. 50 Mitarbeitende haben ihre Weiterbildung in 2025 abgeschlossen. In der Führungskräfte- und Mitarbeiterakademie stehen die zwischenmenschlichen Aspekte im Mittelpunkt. „Hierauf legen wir großen Wert“, so Norbert Hypki. Über eine Million Euro hat die Sparkasse in 2025 in Aus- und Fortbildung investiert.
Sparkassen-Ertrag für das Westmünsterland
Rund 27 Millionen Euro flossen in 2025 von der Sparkasse direkt für die Gesellschaft und die Menschen als Rendite in die Region zurück. Neben den Gewerbesteuern und Ausschüttungen ist hierin auch das gemeinnützige Engagement durch über 1.000 Spenden der Sparkasse, die Sparlotterieerträge und Förderungen der sieben Sparkassenstiftungen enthalten.

Norbert Hypki (Vorstandsvorsitzender, hinten v. l.), Jürgen Büngeler (stv. Vorstandsvorsitzender) und Heiko Hüntemann (Vorstandsmitglied) berichten über das Geschäftsjahr 2025. Sie legen Wert auf Aus- und Fortbildung, für das die ausbildungsbegleitend Studierenden (sitzend v. l.) Amalia Sielenkemper, Emilie Knüsting und Pia Mengelkamp stellvertretend stehen. Auszubildende werden auch in Projekte einbezogen, wie zum Beispiel Jomana Hasan (Mitte v. l.), Mira Lübbersmann und Jakob Wolf, die das Azubi-Social-Media-Team vertreten.



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