Rückenwind für die Lüntener Mühle: Sparkassenstiftung in Vreden spendet 10.000 Euro
Überlebenswichtig war der Wind als eine erneuerbare Energie bereits vor zwei Jahrhunderten: Vor über 170 Jahren drehten sich die Flügel der Lüntener Mühle und brachten die Mühlsteine in Bewegung, um Korn mit der Kraft des Windes zu mahlen. Damit dieses Denkmal erhalten bleibt, restauriert der Heimatverein Lünten e. V. das Bauwerk mit vielen engagierten Ehrenamtlichen. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem die historische Arbeitsweise wieder erlebbar wird. Die Sparkassenstiftung in Vreden unterstützt dieses wichtige Vorhaben mit einer Förderung in Höhe von 10.000 Euro.

Hier drehen sich bald die Windräder: Die Lüntener Mühle von 1849 wird aufwändig und mit viel ehrenamtlichen Einsatz – und mit finanzieller Unterstützung der Sparkassenstiftung – restauriert. Das Bild zeigt (von links) Werner Grotholt (Heimatverein Lünten), Jürgen Büngeler (stv. Sparkassen-Vorstandsvorsitzender), Natalie Humberg (Heimatverein) und Markus Thesing, Sparkassen-Regionaldirektor Vreden.
Vor Ort informierten sich die Stiftungsvertreter Jürgen Büngeler (stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Westmünsterland) und Markus Thesing (Regionaldirektor Vreden) über den aktuellen Stand. Die Vorstandsmitglieder des Heimatvereins, Werner Grotholt und Natalie Humberg, zeigten den Gästen die Fortschritte der Arbeiten und stellten das Konzept für die künftige Nutzung vor. Die seinerzeit mit Windkraft angetriebene Kappenwindmühle wurde im Jahr 1849 erbaut und bis 1956 aktiv genutzt. Seit einigen Jahrzehnten erinnert jedoch nur noch der erhaltene Mühlenstumpf an das einstige Wahrzeichen. Da die Fassade porös war, drang Feuchtigkeit ins Mauerwerk und ins Innere ein, was die gesamte Bausubstanz gefährdete. Durch die Sanierung des Stumpfs, die Wiederanbringung der originalgetreuen Flügel, eine angemessene Beleuchtung und die Neugestaltung des Vorplatzes wird das historische Bauwerk, das seit über 175 Jahren das Dorfbild prägt, als regionale Besonderheit in Szene gesetzt. Ein bloßes museales Schaustück soll die Mühle allerdings nicht werden. Vielmehr soll das Gebäude in einigen Monaten mit Leben gefüllt und für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Der Heimatverein möchte die Mühle als lebendigen Lernort nutzen, um insbesondere Kindern und Familien die Geschichte des Handwerks anschaulich zu vermitteln. Die Weichen dafür sind gestellt: Nach der Entkernung und der Sanierung des Mauerwerks kann in wenigen Wochen die originale Mühlenkappe inklusive der historischen Technik (Flügel und Drehkranz) wieder installiert werden.
Jürgen Büngeler zeigte sich begeistert: „Innerhalb dieser Mauern spürt man richtig das Engagement und das Herzblut, das alle Beteiligten in das Projekt stecken.“ Besonders beeindruckend sei die Idee, die Mühle als außerschulischen Lernort zu gestalten. „Hier lässt sich künftig zurück in eine Zeit blicken, in der auch die Sparkasse ihre Wurzeln hat – sie wurde nur acht Jahre zuvor, im Jahr 1841, in Vreden gegründet.“
Im Austausch zwischen den Projektverantwortlichen und den Vertretern der Sparkassenstiftung zeigten sich enge Parallelen: Während die Stiftung die Kultur und das gesellschaftliche Miteinander fördert, pflegt der Heimatverein die regionale Geschichte und das Brauchtum. Das Projekt der Mühlensanierung vereint die Ziele beider Institutionen perfekt.



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