Westmünsterland-Konjunktur erholt sich
Die wirtschaftliche Situation im Westmünsterland hat sich erholt: Nachdem das Konjunkturbarometer im Frühjahr gefallen war, bewegt es sich jetzt wieder aufwärts. „Die Einschätzung der Unternehmen im Westmünsterland fällt günstiger aus als im Umland“, sagt Vorstandsvorsitzender Norbert Hypki. Mit 113 Zählern liegt der Gradmesser spürbar über dem Niveau des Frühjahrs mit einem Wert von 96.
Geschäftslage
Die derzeitige Situation wird jetzt besser beurteilt. Die negativen Stimmen sind von 24 Prozent im Frühjahr auf nunmehr 18 Prozent zurückgegangen. Wie schon in den beiden letzten Umfragen berichtet fast jeder dritte Betrieb über gute Geschäfte. Jeder Zweite urteilt mit befriedigend.
Geschäftsaussichten
Gleichwohl sind die vielfältigen Herausforderungen und anhaltenden Belastungen nicht kleiner geworden: Die hohen Energie- und Rohstoffpreise stehen mit 68 Prozent an erster Stelle der Konjunkturrisiken (Frühjahr 63 Prozent), gefolgt von den Arbeitskosten (63 Prozent im Herbst und im Frühjahr) und der Nachfrageschwäche im Inland mit 62 Prozent (Frühjahr 62 Prozent).
Vor diesem Hintergrund erwarten zwei Drittel der Betriebe eine gleichbleibende konjunkturelle Entwicklung in den nächsten Monaten, während jedes vierte Unternehmen mit weiterer konjunktureller Belebung rechnet. Der Anteil der pessimistischen Stimmen ist mit nunmehr elf Prozent klar in der Minderheit.
Export
Geopolitische Spannungen und Handelshemmnisse dämpfen das Auslandsgeschäft – nennenswerte Impulse bleiben weiter aus. Wie schon in der letzten Umfrage gehen daher drei von vier Exporteuren davon aus, dass die Entwicklung weiter stagniert.
Investitionen
Hohe Standortkosten und wirtschaftspolitische Unsicherheiten bremsen die Bereitschaft zu investieren. Dies ist der einzige Indikatorwert, wo der Saldo im negativen Bereich liegt. 14 Prozent der Unternehmen wollen das Budget aufstocken, 23 Prozent reduzieren.
Beschäftigung
Die Beschäftigungssituation im Westmünsterland hält sich trotz mehrjähriger wirtschaftlicher Flaute vergleichsweise robust. Der Anteil der Betriebe, die Personal freistellen müssen, ist mit knapp neun Prozent so klein wie seit längerem nicht. 21 Prozent der Unternehmen haben expansive Beschäftigungspläne.
An der IHK-Umfrage haben sich rund 70 Unternehmen beteiligt.



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